Dichtungen

Allgemeine Informationen

WSW-Dichtringe bestehen aus einem speziellen, zelligen Polyurethan-Elastomer. Dieser Werkstoff, der speziell für technische Anwendungen entwickelt wurde, eignet sich in besonderer Weise zur Herstellung von Dämpfungs- und ichtungselementen – speziell Dichtungsringen.

Sie werden vor allem zur Abdichtung von Lagerstellen verschiedenster Ausführungen eingesetzt und dienen hierbei als Staub- und Schmutzabweiser, wobei der Selbstschmiereffekt durch ölgetränkte Dichtringe genutzt werden kann.

Sie sind standardmäßig für alle Radialgelenklager erhältlich, die in der DIN ISO 12240-1, Maßreihe E erfasst sind. Sondergrößen sind gemäß Kundenanforderungen/ Kundenzeichnungen kurzfristig realisierbar. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an WSW.

Eigenschaften

  • Durch ihre relativ große Dichtfläche (im Gegensatz zur Lippen- oder Linienberührung beim O-Ring) und die hohe Reißfestigkeit sind speziell Dichtringe aus diesem Werkstoff auch unter verschärften Einsatzbedingungen einsetzbar (z. B. in Traktoren, in Land- oder Baumaschinen).
  • Sie sind bis zu 80 % komprimierbar und lassen daher große Pendelbewegungen zu (z. B. bei Gelenklagern).
  • Fertigungstoleranzen auf den Lagerstellen können größer ausgeführt sein, da sie aufgrund der Volumenkompressibilität und des elastischen Verhaltens des Werkstoffes überbrückt werden können.
  • Die leichte Verformbarkeit ermöglicht einen problemlosen Ein- und Ausbau.
  • Der geringe Druckverformungsrest (Setzverhalten) garantiert auch unter hohen Verformungsfrequenzen eine lange Funktionssicherheit, für die auch die Beständigkeit gegen Öle und Fette ein Garant ist.
  • Temperatureinsatzbereich: -30 °C – +80 °C, kurzzeitig auch +100 °C.

 

Montage, Design und Konstruktion der WSW-Dichtringe

Der Einbau erfolgt in der gleichen einfachen Weise wie der von Rundschnur- und O-Ringen. Die erforderlichen Abmessungen für die Nuten bzw. WSW-Dichtringe sind folgendermaßen zu dimensionieren:

 

  • Bei gegebener Abmessung der Welle und des Nutzgrundes sollte der Innen- und Außendurchmesser des Dichtringes unter Berücksichtigung des Toleranzfeldes ca. 5 % kleiner bzw. größer gewählt werden, so dass eine max. Vorspannung von ca. 10 % entsteht.
  • Die statisch max. zulässige Vorspannung dieser Dichtringe beträgt 30-35 %, wobei mit einem Setzverhalten von 6-10 % gerechnet werden muss.
  • Die Durchmessertoleranz und der Mittenversatz der Wellendurchmesser sowie der Aufnahmenutzen können aufgrund der Elastizität des Materials verhältnismäßig groß gehalten werden.
  • Die Rauhtiefe der abzudichtenden Maschinenteile sollte allerdings an der Dichtstelle 0,005 mm nicht überschreiten.
  • Bitte beachten: Fettgetränkte Dichtringe verringern den Reibungsverlust um ca. 50 %.

 

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